Fliegen lernen beim Flugsportverein Nagold
Ausbildung bedeutet bei uns mehr als nur einen Pilotenschein zu machen
Fliegen zu lernen ist etwas Besonderes.
Es beginnt mit den ersten Erklärungen am Flugzeug, dem Rollen zur Startstelle und dem ersten gemeinsamen Start mit einem Fluglehrer. Mit jeder Flugstunde wächst das Verständnis dafür, wie ein Flugzeug funktioniert, wie Wetter und Atmosphäre unseren Flug beeinflussen und wie aus vielen einzelnen Handgriffen irgendwann ganz selbstverständlich ein sicherer Flug wird.
Beim Flugsportverein Nagold findet diese Ausbildung mitten im Nordschwarzwald statt – auf unserem Fluggelände Haiterbach-Nagold am Dürrenhardter Hof.
Und genau diese Umgebung macht die Ausbildung bei uns zu einem besonderen Erlebnis.
Fliegen lernen über dem Nordschwarzwald
Unser Fluggelände liegt zwischen Nagold und Haiterbach auf einer Höhe von rund 600 Metern über dem Meeresspiegel.
Schon kurz nach dem Start öffnet sich eine Landschaft, die man vom Boden kaum auf diese Weise wahrnehmen kann.
Unter dem Flugzeug wechseln sich Wälder, Felder, Höhenzüge, Täler und Ortschaften ab. Im weiteren Umfeld liegen die Landschaften des Nordschwarzwalds, das Gäu und die Schwäbische Alb.
Gerade für Flugschüler ist diese abwechslungsreiche Umgebung interessant.
Markante Landschaftsmerkmale helfen bei der Orientierung. Gleichzeitig lernt man von Anfang an, Gelände, Wetter, Sichtverhältnisse, Wind und Flugweg bewusst wahrzunehmen.
Aus Straßen, Orten und Landschaften, die man vielleicht seit Jahren kennt, entsteht plötzlich eine vollkommen neue Karte.
Eine Karte, die man aus der Luft liest.
Unser Fluggelände – dort, wo die Ausbildung beginnt
Das Segelfluggelände Haiterbach-Nagold besitzt eine rund 910 Meter lange Graspiste in Start- und Landerichtung 07/25.
Hier findet ein vielseitiger Flugbetrieb statt.
Bei uns begegnen sich:
- Segelflug
- Windenstart
- Flugzeugschlepp
- Motorsegelflug
- Motorflug
- Ausbildung
- Gastflüge
- und Vereinsflugbetrieb
Dadurch erleben Flugschüler nicht nur ihr eigenes Flugzeug.
Sie lernen von Anfang an den gesamten Ablauf eines Flugplatzes kennen und entwickeln ein Verständnis dafür, wie unterschiedliche Luftfahrzeuge und Betriebsarten zusammenspielen.
Wer Motorflug lernt, erlebt gleichzeitig Segelflugzeuge im Platzbereich.
Wer Segelfliegen lernt, begegnet Motorseglern und Schleppflugzeugen.
So entsteht ein Verständnis für die Fliegerei, das weit über die Bedienung eines einzelnen Flugzeugs hinausgeht.
Fliegen lernt man nicht nur im Cockpit
Natürlich steht die praktische Flugausbildung im Mittelpunkt. Aber ein guter Pilot entsteht nicht ausschließlich während der Zeit in der Luft. Vor jedem Flug werden Entscheidungen getroffen.
Wie entwickelt sich das Wetter?
Wie stark ist der Wind?
Welche Startbahn wird benutzt?
Welche Flugzeuge befinden sich im Flugbetrieb?
Welche Besonderheiten müssen heute berücksichtigt werden?
Ist das Flugzeug technisch in Ordnung?
Während der Ausbildung entwickeln Flugschüler deshalb Schritt für Schritt ein Verständnis für den gesamten Flugbetrieb.
Vom gemeinsamen Vorbereiten der Flugzeuge über die Flugplanung bis zur Nachbesprechung eines Ausbildungsfluges gehört vieles dazu.
Das macht Flugsport so interessant:
Man lernt ständig dazu.
Vom ersten Start bis zum ersten Alleinflug
Am Anfang sitzt der Fluglehrer selbstverständlich mit im Flugzeug.
Doch bereits während der ersten Flüge übernimmt der Flugschüler immer mehr Aufgaben selbst.
Geradeausflug, Kurven, Steigen und Sinken, Start, Platzrunde und schließlich die Landung werden Schritt für Schritt erlernt und immer wieder geübt.
Aus einzelnen Bewegungen werden Abläufe.
Aus Abläufen wird Routine.
Und irgendwann kommt ein Tag, den wohl kaum eine Pilotin oder ein Pilot vergisst.
Der Fluglehrer steigt aus.
Das Flugzeug ist plötzlich ungewöhnlich leer.
Und zum ersten Mal startet man alleine.
Der erste Alleinflug
Der erste Alleinflug gehört zu den besonderen Momenten jeder Pilotenausbildung.
Zum ersten Mal trägt man die Verantwortung für das Flugzeug vollständig selbst.
- Starten.
- Platzrunde fliegen.
- Anflug.
- Landen.
Was vorher viele Male gemeinsam mit dem Fluglehrer geübt wurde, funktioniert plötzlich alleine. Für viele Pilotinnen und Piloten bleibt dieser Flug ein Leben lang in Erinnerung.
Doch er ist nicht das Ende der Ausbildung.
Eigentlich beginnt jetzt erst ein ganz neuer Abschnitt.
Raus aus der Platzrunde
Mit zunehmender Erfahrung werden die Flüge länger. Navigation und Überlandflug kommen hinzu.
Nun geht es nicht mehr nur darum, das Flugzeug sicher zu steuern. Jetzt muss ein kompletter Flug geplant werden.
- Route.
- Wetter.
- Lufträume.
- Flugplätze.
- Kraftstoff beziehungsweise Energie.
- Navigation.
- Alternativen.
Und irgendwann führt der geplante Kurs weg vom vertrauten Fluggelände am Dürrenhardter Hof.
Andere Flugplätze werden angeflogen, neue Landschaften erscheinen vor dem Cockpit und aus Flugübungen werden richtige Reisen.
Spätestens dann wird deutlich, welche Möglichkeiten eine Pilotenlizenz eröffnet.
Jeder Flug ist anders
Genau das macht die Fliegerei auch nach vielen Jahren noch interessant.
Kein Flug ist exakt wie der andere.
- Das Wetter verändert sich.
- Der Wind kommt aus einer anderen Richtung.
- Im Segelflug entscheidet die Thermik darüber, wohin und wie weit ein Flug führt.
- Im Motorflug wird eine neue Route geplant.
Mit dem Motorsegler lassen sich Motor- und Segelflug miteinander verbinden. Mal besteht ein Flug aus konzentriertem Training. Mal aus einem langen Überlandflug.
Und manchmal startet man einfach am Dürrenhardter Hof, steigt über den Nordschwarzwald und genießt für einen Moment die Aussicht.
Segelflug, Motorsegler oder Motorflug?
Beim Flugsportverein Nagold begegnen sich unterschiedliche Arten der Fliegerei. Das macht unseren Verein auch für die Ausbildung interessant.
Wer mit dem Segelflug beginnt, lernt besonders intensiv, Luftbewegungen, Energie und Aerodynamik zu verstehen.
Der Reisemotorsegler verbindet viele Eigenschaften des Segelflugs mit der Unabhängigkeit eines eigenen Motors.
Und mit dem Motorflug eröffnen sich weitere Möglichkeiten für Navigation, Überlandflug und Flugreisen.
So kann aus dem ersten Interesse am Fliegen mit der Zeit eine ganz persönliche fliegerische Entwicklung entstehen.
Flugsport ist Teamsport
Auch wenn am Ende eine Pilotin oder ein Pilot das Flugzeug steuert, funktioniert der Flugbetrieb im Verein nur gemeinsam. Gerade im Segelflug wird das besonders deutlich.
Flugzeuge müssen vorbereitet werden, der Startbetrieb muss organisiert werden und viele Menschen arbeiten zusammen, damit sicher geflogen werden kann.
Deshalb gehört bei uns nicht nur das Fliegen zur Ausbildung.
Man lernt auch:
- Verantwortung zu übernehmen.
- Anderen zu helfen.
- Sich aufeinander verlassen zu können.
- Und Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Unsere Fluglehrer engagieren sich ehrenamtlich und geben ihre Erfahrung an neue Generationen von Pilotinnen und Piloten weiter.
Dadurch entsteht eine Ausbildung, bei der man nicht einfach eine Flugstunde bucht und anschließend wieder nach Hause fährt.
Man wird Teil des Flugbetriebs.
Technik gehört zum Fliegen dazu
Flugsport bedeutet außerdem, die Technik hinter dem Flugzeug kennenzulernen.
- Warum fliegt ein Flugzeug?
- Wie funktionieren Steuerung und Instrumente?
- Wie werden Flugzeuge kontrolliert und gewartet?
- Was geschieht bei einer Jahresnachprüfung?
- Warum verändert eine kleine Änderung an einem Flugzeug dessen Verhalten?
- Gerade im Verein erlebt man viele dieser Dinge unmittelbar.
Unsere Flugzeuge sind nicht einfach anonyme Schulungsgeräte. Sie gehören zum Vereinsleben.
Viele Mitglieder begleiten sie über Jahre hinweg, helfen bei Pflege und Wartung und kennen ihre Geschichte.
So entsteht mit der Zeit ein technisches Verständnis, das weit über das reine Steuern eines Flugzeugs hinausgeht.
Lernen von erfahrenen Pilotinnen und Piloten
Ein weiterer Vorteil des Vereinslebens ist der Austausch. Am Flugplatz trifft der Flugschüler nicht nur seinen Fluglehrer. Er begegnet Menschen mit ganz unterschiedlicher fliegerischer Erfahrung.
- Segelfliegern.
- Motorpiloten.
- Motorseglerpiloten.
- Fluglehrern.
- Technisch interessierten Vereinsmitgliedern.
Und Pilotinnen und Piloten, die vielleicht schon seit Jahrzehnten fliegen. Viele Erfahrungen werden nicht im Lehrbuch vermittelt.
Sie entstehen im Gespräch nach einem Flug, bei der gemeinsamen Flugplanung oder bei einer Diskussion über Wetter und Flugbedingungen.
Genau dieser Austausch gehört zur Ausbildung im Verein dazu.
Fliegen lernen heißt Verantwortung lernen
Ein Flugzeug zu steuern bedeutet Freiheit.
Aber diese Freiheit funktioniert nur mit Verantwortung.
Piloten müssen Entscheidungen treffen und manchmal auch entscheiden, nicht zu fliegen.
Sie müssen ihre eigenen Fähigkeiten einschätzen können, Wetterentwicklungen beurteilen und Regeln einhalten.
Deshalb geht es während der Ausbildung nicht nur darum, eine Prüfung zu bestehen.
Unser Ziel ist es, Pilotinnen und Piloten auszubilden, die sicher, verantwortungsbewusst und mit Freude am Flugsport unterwegs sind.
Und irgendwann wird aus dem Flugschüler ein Pilot
Am Anfang erscheint vieles kompliziert.
- Checklisten.
- Funk.
- Instrumente.
- Navigation.
- Wetter.
- Lufträume.
- Flugzeugtechnik.
Doch mit jedem Flug fügt sich ein weiteres Teil zusammen.
Bis man irgendwann selbst einen Flug plant, das Flugzeug vorbereitet, startet und Kurs auf ein Ziel nimmt, das vielleicht weit außerhalb der vertrauten Platzrunde liegt.
Dann wird aus Ausbildung Freiheit.
Aus Theorie wird Erfahrung.
Und aus dem Wunsch zu fliegen wird ein Hobby, das einen oft ein ganzes Leben begleitet.
Die Faszination des Fliegens erleben
Genau darum geht es beim Flugsportverein Nagold. Nicht nur darum, einen Pilotenschein zu erwerben.
Sondern darum, Fliegen wirklich zu lernen und zu erleben. Über dem Nordschwarzwald.
Auf einem Fluggelände, auf dem Segelflug, Motorsegelflug und Motorflug zusammenkommen.
Gemeinsam mit Menschen, die dieselbe Begeisterung teilen.
Und vielleicht beginnt alles mit einem einzigen Besuch auf dem Dürrenhardter Hof.
Denn jeder Pilot und jede Pilotin hatte irgendwann einen allerersten Flug.
